Experitheater Zürich

Protokolle Tilo Frey

Protokollieren ist eine koloniale Praxis. Protokolle zeichnen Vorgänge auf und schreiben Regeln vor. Tilo Frey war eine Expertin des Protokolls. Als Stenografin, als Sekretärin, als Direktorin einer Mädchenschule – und als Politikerin.

Tilo Frey wurde bei der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 in den Nationalrat gewählt. Tilo Frey war Schwarz. Als solche wurde sie in den 1970er Jahren in den Schweizer Medien s/exotisiert. Heute ist sie im kollektiven Gedächtnis weitgehend vergessen.

«Protokolle Tilo Frey» ist eine experimentelle Performancearbeit, die den Spuren von Tilo Frey als einem Zusammenhang von Protokollieren und Vergessen nachgeht. Sie ist von der Lizentiatsarbeit und Gesprächen mit Jovita dos Santos Pinto inspiriert.

«Protokolle Tilo Frey» besteht aus zwei Teilen: Einem «colonial Walk» im öffentlichen Raum und einer Performance im leeren Theaterraum.

«colonial Walk»

«colonial Walk» ist ein performativer Gang durch die Strassen von Zürich zu den Themen Kolonialismus und Rassismus. Er beginnt an der Blackbox – einem performativen Black*BIPOC/s space/archive in der Mitte der Stadt.

19. September 2020, 15:30 Uhr
26. September 2020, 17:00 Uhr
3. Oktober 2020, 17:00 Uhr
7. und 14. November 2020, 17:00 Uhr

Weitere Aufführungen März 2021

Theaterhaus Gessneralle Zürich
Treffpunkt Blackbox
Dauer 120 Minuten

Intensive Recherchewoche 10.–14. August 2020, Gessnerallee Zürich

Intensive Recherchewoche 10.–14. August 2020, Gessnerallee Zürich

Performance

Die Performance «Protokolle Tilo Frey» wird im März 2021 in der Gessnerallee Premiere haben und tourt im Anschluss nach Bern, Neuchâtel, St. Gallen, Genf, Winterthur, Regensdorf, Wetzikon und Thalwil.

Von und mit:

Bharathi M. Franaszek, Beren Tuna, Mbene Mbunga Mwambene, Antonin Rohdich, Jördis Wölk, Andrea Kirchhofer, P. Vijayashanthan, Meret Mache, Marie Drath, Tara Lasrado, Kamran Behrouz, Antoinette Mendy

Expert*innen:
Izabel Barros, Hans Fässler, Miguel Garcia, Reem Kadhum, Mira Koch, Monique Ligtenberg, Jovita dos Santos Pinto

Koproduziert mit Theaterhaus Gessneralle Zürich & Schlachthaus Theater Bern

Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Migros Kulturprozent, Fondation Nestlé pour l'Art, Pro Helvetia